Ramon Haze 1997…

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Der Schrank  entstand seit Oktober 1996 in Zusammenarbeit mit Holmer Feldmann.

Der Schrank ist eine Kunstsammlung von Ramon Haze. Ramon Haze ist eine von uns ins Leben gerufene Figur, die als Kunstdetektiv in der nächsten, uns ablösenden Kulturepoche lebt und arbeitet. Haze beschäftigt sich mit der vorangegangenen, also unserer eigenen Kulturepoche, in dem er Objekte sammelt, deren Funktion er nicht mehr erkennen kann und sie deshalb der Kunst zuordnet. So finden sich neben vertraut erscheinenden frühen Werken von Jeff Koons oder Marcel Duchamp beispielsweise auch Kachelfelder-Arbeiten einer Ruth Tauer.Gefundene Objekte aus der unmittelbaren Umgebung werden aus ihrem Schattendasein befreit – von einem Kunstdetektiv, der außerhalb unseres Kunstdiskurses steht.Der Betrachter wird durch die Konfrontation mit einer anderen Realität zum Korrektiv – Kriterien der Kunstkritik  und -geschichtsschreibung werden dabei befragt.Der Schrank  beschäftigt sich mit Kunstgeschichtsschreibung, dem Umgang mit Vergangenheit und Zukunft, dem Sammeln und mit dem eigenen Kontext als Künstler.Konsequent weitergedacht ist die Arbeit nicht abschließbar und stellt einen Entwurf der Rede über Kunst unserem aktuellen System gegenüber. Sie entwirft eine neues Denkmodell mit anderen Beurteilungskriterien.

Der Schrank  wurde viermal in verschiedener Form präsentiert: zwei Ausstellungen zeigten den Schrank als Totalinstallation. Der Beitrag zum Hybrid Work Space auf der documenta X bestand aus einer dreiteiligen Forschungsstation für Ramon Haze, in der sich die documenta-Besucher miteinbringen konnten.

Im September 1999 erschien die erste wissenschaftliche Veröffentlichung der wichtigsten Sammlungsstücke in Form eines Buches.